Energiebericht für das Jahr 2024
Allgemeines
Die Stadt Moers verfolgt das Ziel, ihren kommunalen Gebäudebestand energetisch effizient, nachhaltig und wirtschaftlich zu betreiben. Die vorliegenden Gebäudeenergieberichte bilden die Grundlage für eine transparente und strukturierte Bewertung des Energieverbrauchs sämtlicher städtischer Liegenschaften. Sie sollen Verwaltung und Politik dabei unterstützen, gebäudescharf fundierte Entscheidungen über Investitionen, Sanierungen und Modernisierungen zu treffen und die kommunalen Klimaschutzziele zielgerichtet umzusetzen.
Um die Aussagekraft der Analyse zu erhöhen, erfolgt die Auswertung der Verbrauchsdaten differenziert nach verschiedenen Nutzungsarten. Hierzu zählen insbesondere Verwaltungsgebäude, Grundschulen, weiterführende Schulen sowie weitere öffentliche Einrichtungen wie Kindertagesstätten, Sporthallen, kulturelle Einrichtungen oder Feuerwehrstandorte. Diese Differenzierung berücksichtigt die sehr unterschiedlichen Anforderungen, Betriebszeiten und Verbrauchsprofile der einzelnen Gebäudetypen und ermöglicht dadurch realistische Vergleiche sowie eine gezielte Ableitung von Optimierungspotenzialen.
Die Datengrundlage umfasst Wärme-, Strom- und Wasserverbräuche sowie technische Kennwerte der Gebäude. Durch die systematische Erfassung und Auswertung dieser Informationen lassen sich sowohl der aktuelle energetische Zustand als auch längerfristige Entwicklungen im Energieverbrauch nachvollziehen. Auf dieser Basis können Einsparpotenziale identifiziert, Maßnahmen priorisiert und Fortschritte im Rahmen der kommunalen Energie- und Klimastrategie dokumentiert werden.
Die Gebäudeenergieberichte sind ein wesentliches Instrument zur Unterstützung der klimapolitischen Ziele der Stadt Moers. Sie tragen dazu bei, CO₂-Emissionen nachhaltig zu reduzieren, Betriebskosten langfristig zu senken und die öffentliche Infrastruktur zukunftsfähig weiterzuentwickeln.
Zielsetzung des Berichts
Die vorliegenden Gebäudeenergieberichte verfolgen mehrere zentrale Ziele:
- Transparenz schaffen: Darstellung und Bewertung des Energieverbrauchs kommunaler Gebäude.
- Monitoring ermöglichen: Vergleich aktueller Verbrauchsdaten mit Vorjahren und Ableitung von Entwicklungen und Wirkzusammenhängen.
- Optimierungspotenziale identifizieren: Aufzeigen von technischen Einsparmöglichkeiten und erforderlichen Sanierungsmaßnahmen.
- Entscheidungsgrundlagen bereitstellen: Unterstützung der politischen und administrativen Gremien bei Investitions- und Planungsentscheidungen.
- Klimaschutzziele unterstützen: Beitrag zur Erreichung der lokalen Klimaneutralitätsstrategie sowie nationaler und europäischer Vorgaben durch langfristige Senkung des Energieverbrauchs und der CO₂-Emissionen.
Methodik und Datengrundlage
Für den Gebäudeenergiebericht werden sämtliche relevanten Verbrauchs- und Bestandsdaten der kommunalen Liegenschaften systematisch erfasst und ausgewertet. Dazu gehören:
- Energieverbrauchsdaten: Wärme, Strom, sowie weitere Energieträger wie regenerative Erzeugungssysteme.
- Wasserverbrauch: Besonders für Sportstätten, Schulen und öffentliche Einrichtungen mit hohem Benutzeraufkommen relevant.
- Gebäudestammdaten: Baujahr, Nutzfläche, Energieträger und Nutzungstyp.
- Anlagentechnik: Heizungsanlagen, Lüftungs- und Klimatechnik, Beleuchtungssysteme sowie ggf. Photovoltaik- oder Solarthermieanlagen.
Die Daten werden über monatliche Ablesungen sowie historische Abrechnungen zusammengeführt und auf Plausibilität geprüft. Anschließend erfolgt eine strukturierte Auswertung hinsichtlich Verbrauchstrends und Abweichungen. Es werden Kennzahlen vergleichbarer Gebäudearten gegenübergestellt, um Benchmarking und Einordnung des energetischen Niveaus zu erleichtern.
Fazit zur Energie- und Verbrauchsentwicklung der Stadt Moers (2016–2024)
Die nachfolgenden Auswertungen zeigen, dass es der Stadt Moers in den vergangenen Jahren gelungen ist, die Verbräuche für Strom, Wärme und Wasser insgesamt zu stabilisieren bzw. teilweise zu senken, trotz wachsender Anforderungen an den Betrieb öffentlicher Gebäude. Besonders beim Wärme- und Stromverbrauch sind langfristig rückläufige Trends erkennbar, die auf Effizienzmaßnahmen und ein bewussteres Nutzungsverhalten zurückzuführen sind.
Gleichzeitig wird deutlich, dass die Energiekosten seit 2022 stark angestiegen sind, insbesondere infolge der außergewöhnlichen Preisentwicklungen auf den Energiemärkten. Diese Kostensteigerungen wirken sich trotz moderater oder sinkender Verbräuche erheblich auf die Gesamtausgaben aus.
Die Ergebnisse unterstreichen die Bedeutung der bisherigen Anstrengungen im Bereich Energieeffizienz und machen zugleich deutlich, dass der effiziente Gebäudebetrieb ein zentraler Hebel bleibt, um zukünftige Kostenrisiken zu begrenzen und die Klimaschutzziele der Stadt Moers weiter voranzubringen.
Gebäudeenergieberichte für die verschiedenen Gebäudetypen
- Energiebericht-Grundschulen.pdf
- Energiebericht-Jugendzentren.pdf
- Energiebericht-Kindertageseinrichtungen.pdf
- Energiebericht-Kulturelle_Einrichtungen.pdf
- Energiebericht-Sonder_und_Förderschulen.pdf
- Energiebericht-Sozialunterkünfte.pdf
- Energiebericht-Sport_und_Mehrzweckhallen.pdf
- Energiebericht-Verwaltungsgebaeude.pdf
- Energiebericht-Weiterführende_Schulen.pdf
- Energiebericht-Feuerwehr.pdf
Hinweis zur Datengrundlage
Die dargestellten Verbrauchs- und Kostendaten basieren auf den zum Zeitpunkt der Auswertung verfügbaren Abrechnungs- und Verbrauchsinformationen der städtischen Liegenschaften. Aufgrund nachträglicher Abrechnungen, Korrekturen von Zählerständen, Änderungen in der Gebäudenutzung oder organisatorischer Anpassungen können sich Abweichungen ergeben. Die Angaben stellen eine Momentaufnahme dar. Irrtümer und Änderungen bleiben vorbehalten.
Die Energiepreise sind die Preise nur für die eigentliche Energie ohne Umlagen sowie Steuern und machen in der Regel nur etwa ein Drittel des Endpreises aus.
Bei der Darstellung der Wärmepreise wurden ausschließlich die maßgeblichen Energieträger Erdgas und Fernwärme berücksichtigt. Andere Energieträger wie Heizöl, Flüssiggas oder Strom wurden aufgrund ihres geringen Anteils am Gesamtwärmeverbrauch nicht separat ausgewiesen. Der Fernwärmepreis basiert auf einem Mischpreis, der als arithmetischer Mittelwert der reinen Wärmepreise für Sonder- und Normalvertragslieferstellen gebildet wird. Sondervertragslieferstellen sind in der Regel Lieferstellen mit einer Anschlussleistung von über 100 kW, während Lieferstellen mit geringerer Anschlussleistung den Normalvertragslieferstellen zugeordnet werden.