Über KliMo

Vom Energiesparprojekt zur Klimaschutzinitiative

KliMo ist 2012 als Projekt zur Nutzersensibilisierung gestartet. Nach mehreren Verlängerungen wurde 2021 beschlossen, KliMo dauerhaft fortzuführen (Ratsbeschluss 17/317 vom 30.06.2021). Ein Jahr später folgte die Ausweitung auf alle energierelevanten Liegenschaften der Stadt Moers (Ratsbeschluss 17/849 vom 07.12.2022). Seitdem gehören neben den Kindertagesstätten und Schulen auch Verwaltungsgebäude, Feuerwehren, Kultur- und Bildungseinrichtungen sowie Sporteinrichtungen dazu. Gleichzeitig wurde KliMo um das Handlungsfeld Abfall erweitert. Damit hat sich KliMo von einem reinen Energiesparprojekt zu einer umfassenden Klimaschutzinitiative entwickelt, die alle beteiligten Bereiche mit passenden Maßnahmen einbezieht.

KliMo in städtischen Kindertagesstätten und Schulen

Für die Umsetzung von KliMo bilden die teilnehmenden Kindertagesstätten und Schulen eigene KliMo-Teams. Diese setzen sich aus KliMo-Beauftragten und KliMo-Kapitän:innen zusammen. Die KliMo-Beauftragten koordinieren die Aktivitäten in ihrer Einrichtung, begleiten Projekte und nehmen an den regelmäßigen Austauschtreffen teil. Die Hausmeister bringen ihr technisches Wissen ein, helfen beim Erkennen von Einsparmöglichkeiten und unterstützen bei der praktischen Umsetzung. Die Rolle der KliMo-Kapitän:innen übernehmen die Kita- und Schulkinder. Sie bringen eigene Ideen ein und achten im Alltag beispielsweise darauf, dass das Licht ausgeschaltet, richtig gelüftet, Wasser sparsam genutzt und Abfall korrekt getrennt wird.

Individuelle Maßnahmen vor Ort

Bei den Besuchen in den Schulen im Schuljahr 2024/25 beschäftigten sich die KliMo-Kapitän:innen mit den Themen Strom, Wärme, Wasser und Abfall. Gemeinsam wurde überlegt, wie Energie und Wasser eingespart und Abfälle vermieden beziehungsweise richtig getrennt werden können. Aus den Ideen der Kinder entstanden individuell auf die Schule abgestimmte Poster. Dadurch wurden keine allgemeinen Tipps vorgegeben, sondern konkrete Maßnahmen festgehalten, die zu den jeweiligen Gebäuden passen.

Abfall im Mittelpunkt

Im Schuljahr 2025/26 wurde das Thema Abfall zu einem Schwerpunkt von KliMo. Auf Grundlage der Ist-Analyse werden die Abfallbehälter in den Kindertagesstätten und Schulen schrittweise angepasst. Ziel ist es, die Mülltrennung so einfach und verständlich wie möglich zu gestalten. Dazu gehören unter anderem einheitliche Farben, gut erkennbare Hinweisschilder, passende Behältergrößen und klare Informationen für die Gebäudenutzenden.

Ein besonderer Meilenstein ist die Entwicklung der „Moerser Müllbande“. Plastikus, Kompi, Papyra und Restus führen Kinder spielerisch und altersgerecht an die Themen Mülltrennung, Recycling, Abfallvermeidung und Nachhaltigkeit heran. Die Müllbande bildet dabei einen roten Faden von der Kita bis in die Grundschule. An den weiterführenden Schulen werden die vertrauten Farben, Formen und Beispiele aufgegriffen, während die Figuren selbst zunehmend in den Hintergrund treten.

KliMo in weiteren städtischen Bereichen

Verwaltungsgebäude

Die Mitarbeitenden der Stadt Moers werden bereits aktiv in KliMo einbezogen. Ein Baustein ist das KliMo-Quiz zu Themen wie Abfall, Energie, Klima und Emissionen. Das Quiz erscheint regelmäßig in der Mitarbeiterzeitung „Unter Uns“ und kann online beantwortet werden. In den kommenden Monaten rückt zunächst das Thema Abfall und Abfallvermeidung stärker in den Fokus. Darüber hinaus sollen nach und nach weitere alltagstaugliche Maßnahmen zum Energie- und Ressourcensparen in den Verwaltungsgebäuden umgesetzt werden.

Kultur- und Bildungseinrichtungen

Auch die Kultur- und Bildungseinrichtungen werden nun schrittweise in KliMo eingebunden. Den Anfang machen Museum und Bibliothek. Ab Herbst 2026 sollen dort erste Informationsmaterialien und Aktionen rund um Energie- und Klimaschutz erprobt werden. Denkbar sind beispielsweise Hinweise an passenden Stellen in den Gebäuden, kleine Quiz- oder Mitmachangebote sowie Aktionen für unterschiedliche Besuchergruppen. Die Erfahrungen aus der ersten Phase sollen anschließend genutzt werden, um erfolgreiche Angebote weiterzuführen und auszubauen.

Sporteinrichtungen

Bei den Moerser Sportvereinen startet KliMo zunächst mit leicht umsetzbaren Informationsangeboten. Dazu gehören unter anderem Poster, die gemeinsam mit dem „Gebäudehandbuch Vereinsheime“ an die Vereine verteilt werden. Sie enthalten Klimaschutztipps, Empfehlungen zum richtigen Heizen und Lüften sowie allgemeine Informationen zum energiesparenden Verhalten.

Ab Anfang 2027 sollen erste Vereine die Maßnahmen in der Praxis erproben. Gemeinsam mit dem Fachbereich 6 – Stadt- und Umweltplanung ist dafür ein neues Projekt geplant. Im Mittelpunkt stehen unter anderem die Themen Wasserverbrauch, Heizung und Lüftung sowie Beleuchtung. Darüber hinaus sollen auch die Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs) aufgegriffen und stärker ins Bewusstsein gerückt werden. Bewährte Maßnahmen können anschließend schrittweise auf weitere Vereine übertragen werden.

Feuerwehr

Auch die Feuerwehr der Stadt Moers soll Teil von KliMo werden. Die Vorbereitungen hierfür beginnen voraussichtlich Anfang 2027. Gemeinsam mit der Feuerwehr sollen Maßnahmen entwickelt werden, die sich gut in den Wach- und Schichtalltag integrieren lassen. Im Fokus stehen beispielsweise der bewusste Umgang mit Heizung und Lüftung, Beleuchtung, Toren sowie elektrischen Geräten. Ab Frühjahr 2027 sollen die ersten Maßnahmen in ausgewählten Wachen oder Schichten erprobt und anschließend weiterentwickelt werden. Dabei gilt selbstverständlich: Einsatzbereitschaft und Sicherheit haben jederzeit Vorrang.

Weitere Informationen

Weitere Informationen zur Entwicklung von KliMo, zu den umgesetzten Maßnahmen und den erzielten Ergebnissen finden Sie im jährlich veröffentlichten Monitoring-Bericht. Darin werden die wichtigsten Meilensteine des jeweiligen Schuljahres sowie die Entwicklung der Energie- und Wasserverbräuche und der CO₂-Emissionen zusammengefasst.

Monitoring-Bericht für das Schuljahr 2024/25