Einrichtungsbesuche in vollem Gange

Spielerisch lernen, Abfall zu vermeiden und richtig zu trennen.

Wie trennt man Abfall richtig? Warum ist Müll in der Umwelt ein Problem? Und wie können wir im Alltag dazu beitragen, Ressourcen zu schonen?

Mit diesen und weiteren Fragen beschäftigen sich derzeit die Kinder und Jugendlichen im Rahmen der KliMo-Einrichtungsbesuche. Im Mittelpunkt stehen in diesem Schuljahr die Themen Abfallvermeidung, Mülltrennung, Recycling und Wiederverwendung.

Von den insgesamt 39 teilnehmenden Einrichtungen haben bereits 22 das Angebot wahrgenommen. Die übrigen Kindertagesstätten, Grundschulen und weiterführenden Schulen werden bis zu den Weihnachtsferien besucht. Dabei sind die Inhalte und Mitmachaktionen auf die jeweiligen Altersgruppen abgestimmt. Während in den Kitas alle Kinder gemeinsam teilnehmen, kommen in den Schulen die KliMo-Kapitäninnen und -Kapitäne zusammen, um ihr Wissen zu erweitern und neue Ideen in ihre Klassen zu tragen.

In den Kitas: Die Moerser Müllbande stellt sich vor

Bei den jüngsten Teilnehmenden steht das spielerische Entdecken im Vordergrund. Gemeinsam lernen die Kinder, welche Abfälle in welche Tonne gehören und warum die richtige Mülltrennung wichtig ist. Unterstützung erhalten sie dabei von der Moerser Müllbande: Plastikus, Kompi, Papyra und Restus helfen den Kindern, die verschiedenen Abfallarten kennenzulernen und richtig zuzuordnen.

In einem gemeinsamen Mülltrennspiel können die Kinder ihr neues Wissen direkt ausprobieren. Dabei zeigt sich schnell, dass auch die Kleinsten schon einiges über die richtige Entsorgung wissen.

Damit die Müllbande auch nach dem Besuch in den Einrichtungen präsent bleibt, erhalten die Kita-Gruppen das Mini-Buch „Abenteuer mit der Moerser Müllbande – Mini-Band 1: Das große Durcheinander“. So können die Kinder die Figuren auch im Kita-Alltag begleiten und sich weiterhin mit dem Thema Mülltrennung beschäftigen.

In den Grundschulen: Was passiert mit unserem Müll?

In den Grundschulen beschäftigen sich die KliMo-Kapitäninnen und -Kapitäne intensiver mit dem Thema Abfall. Den Einstieg bildet ein Video zur Mülltrennung, das anschließend gemeinsam besprochen wird.

Dabei geht es nicht nur darum, Abfälle richtig zu entsorgen. Die Kinder überlegen auch, welche Auswirkungen achtlos weggeworfener Müll auf Tiere, Pflanzen und unsere Umwelt haben kann. Gemeinsam werden alltagsnahe Lösungen gesammelt: Wie lässt sich Verpackungsmüll vermeiden? Welche Dinge können wiederverwendet werden? Und warum ist Recycling so wichtig?

Anschließend lernen auch die Grundschulkinder die Moerser Müllbande kennen. Bei einem Mülltrennspiel können sie ihr Wissen unter Beweis stellen und herausfinden, ob sie die verschiedenen Abfälle den richtigen Tonnen zuordnen können.

Darüber hinaus werden die begleitenden KliMo-Materialien vorgestellt, die das Thema auch über den Besuch hinaus im Schulalltag verankern sollen. Alle Klassen erhalten bedarfsgerecht Mülleimer, um die Mülltrennung künftig direkt im Klassenraum umzusetzen. So wird aus dem neu erworbenen Wissen eine praktische Aufgabe für die gesamte Klassengemeinschaft.

In den weiterführenden Schulen: Wissen vertiefen und weitergeben

Für die KliMo-Kapitäninnen und -Kapitäne der weiterführenden Schulen stehen die eigenständige Auseinandersetzung mit dem Thema und die gemeinsame Erarbeitung von Lösungen im Mittelpunkt.

Nach einer kurzen Einführung beschäftigen sich die Schülerinnen und Schüler in altersgerechten Gruppenaufgaben mit unterschiedlichen Fragestellungen. Je nach Jahrgangsstufe geht es um die verschiedenen Abfallarten und deren richtige Entsorgung, um Mikroplastik oder um die Folgen von Abfällen in der Umwelt.

Die Jugendlichen erarbeiten dazu eigene Poster, auf denen sie wichtige Informationen, Zusammenhänge und mögliche Lösungsansätze festhalten. Im Anschluss werden die Ergebnisse den anderen Teilnehmenden vorgestellt und gemeinsam besprochen. Auf diese Weise können die KliMo-Kapitäninnen und -Kapitäne nicht nur ihr eigenes Wissen erweitern, sondern auch Anregungen für ihre Mitschülerinnen und Mitschüler mitnehmen.

Damit die theoretischen Inhalte unmittelbar in die Praxis übertragen werden können, erhalten die Klassen bei Bedarf zusätzliche Mülleimer. So werden die Voraussetzungen geschaffen, um die Mülltrennung im Schulalltag weiter zu verbessern.

Gemeinsam für weniger Abfall und mehr Ressourcenschutz

Die Einrichtungsbesuche sollen zeigen, wie vielfältig das Thema Abfall vermittelt werden kann: vom ersten spielerischen Sortieren in der Kita über die Auseinandersetzung mit Umweltfolgen in der Grundschule bis hin zur eigenständigen Erarbeitung komplexerer Zusammenhänge in den weiterführenden Schulen.

Ein wichtiges Ziel ist dabei, dass die Kinder und Jugendlichen das Gelernte nicht nur während der Besuche anwenden, sondern auch langfristig in ihren Alltag übernehmen. Die KliMo-Kapitäninnen und -Kapitäne spielen dabei eine besondere Rolle: Sie geben ihr Wissen in den Klassen weiter, unterstützen bei der Umsetzung und motivieren ihre Mitschülerinnen und Mitschüler zum Mitmachen.

Mit den noch ausstehenden Besuchen bis zu den Weihnachtsferien soll das Thema Abfall künftig in allen 39 teilnehmenden Einrichtungen weiter gestärkt werden. Denn ob in der Kita, in der Schule oder zu Hause: Jeder richtig getrennte oder gar vermiedene Abfall ist ein kleiner Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz.