Umfrage legt Grundstein für KliMo-Pilotprojekt in der Verwaltung

Mitarbeitende zeigen, wo Energiesparen und Mülltrennung im Büro noch einfacher werden können.

Wie kann Klimaschutz im Verwaltungsalltag so gestaltet werden, dass er einfach umzusetzen ist und von den Mitarbeitenden mitgetragen wird? Genau dieser Frage möchte KliMo künftig auch in den Verwaltungsgebäuden der Stadt Moers verstärkt nachgehen. Den Auftakt bildet eine interne Umfrage rund um die Themen Mülltrennung, Energieverbrauch und nachhaltiges Verhalten am Arbeitsplatz im zgm. Insgesamt 37 Mitarbeitende haben sich beteiligt und damit wichtige Hinweise gegeben, welche Maßnahmen im Arbeitsalltag sinnvoll und praktikabel sein können.

Mülltrennung: zentral statt an jedem Arbeitsplatz?

Die Ergebnisse zeigen, dass beim Thema Mülltrennung bereits viel Sicherheit vorhanden ist. Rund 86 Prozent der Teilnehmenden gaben an, sich bei der Mülltrennung sicher zu fühlen.
Gleichzeitig besteht Offenheit für Veränderungen: Mehr als 80 Prozent derjenigen, die die Frage beantwortet haben, könnten sich vorstellen, am eigenen Arbeitsplatz lediglich einen Papiermülleimer zu nutzen und Plastik- sowie Restmüll stattdessen an zentralen Sammelstellen zu entsorgen.
Auch eine deutlichere Kennzeichnung der Müllbehälter wurde thematisiert. Farbige Mülleimer, Übersichtsschilder und klar erkennbare Entsorgungsmöglichkeiten könnten dabei helfen, die Mülltrennung im Arbeitsalltag noch einfacher zu machen.

Energiesparen ist vielen wichtig

Auch beim Thema Energie zeigt sich ein deutliches Bewusstsein. Besonders häufig achten die Mitarbeitenden bereits darauf, das Licht auszuschalten, die Heizung bewusst zu regulieren und Kipplüftung während der Heizperiode zu vermeiden.
Beim Drucken zeigt sich ebenfalls ein positives Bild: Alle Personen, die diese Frage beantwortet haben, gaben an, nur zu drucken, wenn es wirklich notwendig ist. Rund drei Viertel drucken zudem überwiegend doppelseitig.
Neben den Zahlen lieferten die Teilnehmenden auch zahlreiche eigene Ideen. Genannt wurden unter anderem klarere Regelungen zum Heizen und Lüften, gut sichtbare Informationen an Müllbehältern und Heizungen sowie die Darstellung tatsächlicher Einsparergebnisse. Auch technische Lösungen wie smarte Thermostate, Zeitschaltuhren oder Bewegungsmelder wurden vorgeschlagen.

Vom Pilotprojekt zur nachhaltigen Verwaltung

Die Umfrage bildet nun die Grundlage für die nächsten Schritte. Im Rahmen des Pilotprojekts sollen verschiedene Maßnahmen zur Mülltrennung und zum bewussten Umgang mit Energie im Verwaltungsalltag erprobt werden.
Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, den Arbeitsalltag komplizierter zu machen. Vielmehr sollen einfache Lösungen gefunden werden, die Ressourcen schonen, Energiekosten reduzieren und sich ohne großen Aufwand in den Arbeitsalltag integrieren lassen.
Maßnahmen, die sich im Pilotprojekt bewähren, können anschließend schrittweise auf weitere Bereiche der Stadtverwaltung übertragen werden. So soll aus vielen kleinen Veränderungen nach und nach ein gemeinsamer Beitrag zu einer nachhaltigeren Stadtverwaltung entstehen.