Erfolgreiche Treffen der KliMo-Beauftragten

Austausch, Praxisbeispiele und neue Impulse.

Auch in diesem Jahr fanden die Treffen der KliMo-Beauftragten der städtischen Einrichtungen mit großem Erfolg statt. Die Veranstaltungen boten eine wertvolle Plattform für Informationen, Erfahrungsaustausch und gemeinsame Diskussionen rund um die Themen Klima- und Ressourcenschutz in den Moerser Einrichtungen.

Ein Schwerpunkt lag auf dem Arbeitskreis „Abfallmanagement in städtischen Gebäuden“. Dabei wurden die Ergebnisse aus den Pilot-Einrichtungen vorgestellt und die nächsten Schritte für die weitere Umsetzung erläutert. Die Teilnehmenden erhielten einen umfassenden Einblick in die bisherigen Erfahrungen und konnten sich über praktische Lösungsansätze austauschen.

Darüber hinaus wurden die neu entwickelten Materialien und die Moerser Müllbande vorgestellt, die die Einrichtungen künftig bei der Umsetzung eines verbesserten Abfallmanagements unterstützen sollen. Dazu gehören Schulungs- und Informationsmaterialien für Reinigungskräfte und Hausmeister sowie Lehrkräfte und Erziehende. Ergänzt wird das Angebot durch Bücher für Kitas und Grundschulen, Hinweisschilder für Abfallbehälter und weitere unterstützende Materialien.

Ein weiterer Programmpunkt war die Vorstellung der aktuellen Energieberichte. Ergänzend dazu wurde das neue interaktive KliMo-Energiecockpit präsentiert, das in den kommenden Wochen veröffentlicht wird. Über das digitale Dashboard können künftig die Energieverbräuche der Moerser Liegenschaften transparent eingesehen werden. Neben Strom-, Wärme- und Wasserverbräuchen werden dort auch die Erträge aus Photovoltaikanlagen dargestellt. Damit erhalten die Einrichtungen ein zusätzliches Werkzeug, um ihre Energieverbräuche besser nachzuvollziehen und Einsparpotenziale zu erkennen.

Besonders erfreulich war die Teilnahme von Kolleginnen aus dem Fachbereich 6. Die Expertinnen für Klimawandel und Umweltplanung stellten das Kommunale Klimaschutzkonzept vor und regten einen intensiven Austausch mit den Teilnehmenden an. Das Thema wurde bewusst aufgegriffen, da mehrere Schulen ihr Interesse an weiterführenden Informationen und Austauschmöglichkeiten gegenüber dem Fachdienst Schule geäußert hatten. Da auch der Fachdienst Schule bei den Treffen vertreten war, konnten erste Anliegen direkt gelöst werden. Weitere Anliegen konnten unkompliziert weitergegeben werden.

Aus dem Austausch wurden zahlreiche Ideen gesammelt, wie Klima- und Ressourcenschutz noch stärker im Alltag der Einrichtungen verankert werden kann. Ein wichtiger Schwerpunkt lag auf der Förderung eines nachhaltigen Verhaltens im täglichen Miteinander. Dazu gehören ein bewusster Umgang mit Ressourcen, die Vermeidung von Abfällen sowie eine konsequente Mülltrennung.

Viele Anregungen bezogen sich auf die praktische Umweltbildung. Vorgeschlagen wurden unter anderem Projektwochen, Müllsammelaktionen und weitere Mitmachprojekte, die Kinder und Jugendliche für Umwelt- und Klimaschutz sensibilisieren. Auch die Ernährungsbildung spielte eine wichtige Rolle.

Ein weiterer Schwerpunkt war die Förderung von Natur- und Artenschutz. Die Teilnehmenden regten an, Kräuter- und Gemüsegärten anzulegen, Blühflächen zu schaffen, Nistkästen aufzuhängen und Bäume zu pflanzen. Durch die Begrünung von Außenbereichen sollen nicht nur Lebensräume für Tiere entstehen, sondern auch die Aufenthaltsqualität verbessert werden.

Im Bereich Mobilität wurden verschiedene Maßnahmen für eine klimafreundlichere Fortbewegung vorgeschlagen. Dazu zählen Fahrradprojekte, Fahrradausflüge, Angebote zur Fahrradreparatur sowie Maßnahmen zur Verkehrserziehung. Gleichzeitig wurde angeregt, Alternativen zu Elterntaxis zu fördern und die selbstständige oder gemeinschaftliche Anreise zur Einrichtung zu unterstützen.

Auch das Thema Energie- und Ressourceneinsparung wurde intensiv diskutiert. Genannt wurden einfache Maßnahmen wie das bewusste Ausschalten von Licht und elektrischen Geräten, ein sparsamer Umgang mit Energie sowie die Reparatur und Weiternutzung von Gegenständen anstelle von Neuanschaffungen.

Darüber hinaus wurden Ideen zur Wiederverwendung und zum nachhaltigen Konsum eingebracht. Dazu gehören Upcycling-Projekte, die Nutzung von Restmaterialien für kreative Angebote sowie die Organisation von Tauschbörsen und die stärkere Nutzung gebrauchter Gegenstände.

Angesichts zunehmender Hitzebelastungen wurden außerdem verschiedene Maßnahmen zur Klimaanpassung vorgeschlagen. Hierzu zählen die Beschattung von Außenbereichen durch Sonnensegel, zusätzliche Begrünungsmaßnahmen und weitere Möglichkeiten, um die Aufenthaltsqualität an heißen Tagen zu verbessern.

Insgesamt zeigen die Ergebnisse, dass die Teilnehmenden zahlreiche praxisnahe Ansätze sehen, um Klima- und Ressourcenschutz im Alltag der Einrichtungen umzusetzen. Besonders wichtig waren ihnen dabei die aktive Beteiligung von Kindern und Jugendlichen, die Förderung nachhaltiger Verhaltensweisen sowie die gemeinsame Entwicklung und Umsetzung konkreter Maßnahmen.

Austausch-Runde Ergebnisse der Austausch-Runden

Außerdem wurden die neuen Poster „Kippfenster? Besser nicht!“ vorgestellt, die auf einfache und anschauliche Weise für richtiges Lüften und energiesparendes Verhalten sensibilisieren. Zusätzlich wurde auf die vorhandenen Leih-Materialien aufmerksam gemacht, die von den Einrichtungen für Bildungs- und Informationsangebote genutzt werden können.

Die Treffen der KliMo-Beauftragten waren insgesamt sehr gelungen. Die hohe Beteiligung, die praxisnahen Inhalte und insbesondere der offene und konstruktive Austausch zwischen den Teilnehmenden haben erneut gezeigt, wie wichtig die Vernetzung der Einrichtungen für den gemeinsamen Klima- und Ressourcenschutz in Moers ist. Die vielen Fragen, Anregungen und Gespräche verdeutlichen das große Engagement der Beteiligten und bieten eine wertvolle Grundlage für die weitere Arbeit in den kommenden Monaten.